Ich packe in meine Tasche – Was nehme ich ins Krankenhaus mit?

Die Schwangerschaft ist eine wirklich schöne und aufregende Zeit. In den letzten Wochen wartet man schon fast täglich darauf, dass es doch endlich losgeht und das kleine Wunder in den Händen halten kann.

Mein Mann und ich hatten schon alles genauestens geplant und organisiert.

In welches Krankenhaus möchte ich denn und wieso? Wer passt auf unseren Hund auf? Ist der Maxi Cosi im Auto montiert und fertig für den Transport des Babys? Steht alles bereit? Unsere Eltern warteten nur noch auf das „Startkommando“.
Trotz allem gab es ein Thema, welches nicht so einfach zu lösen war: die Kliniktasche.
Was kommt da alles hinein? Was brauche ich? Was ist total unnötig? Und vor allem, wann sollte ich diese packen?
Wochenlang habe ich im Internet recherchiert und unterschiedlichste Checklisten studiert. Bei einigen Dingen dachte ich mir: Was? Wozu brauche ich denn das? Wann sollte ich das denn verwenden? An andere Sachen wiederum habe ich gar nicht gedacht und war froh, dass ich daran erinnert wurde. Auch beim Zeitpunkt des Packens der Kliniktasche scheiden sich die Geister. Einige sind der Meinung, die Tasche sollte spätestens in der 30. Schwangerschaftswoche fertig sein, andere meinen jedoch, es reicht in der 36. Schwangerschaftswoche oder sogar später. Ich denke, es sollte jeder selbst entscheiden, wann es für einen selbst am idealsten ist. Meine Tasche war in der 33. Woche fertig gepackt und stand griffbereit im vorbereiteten Kinderzimmer.

 

Wichtig sind:

  • Mutter-Kind-Pass
  • E-Card
  • Toilettartikel: Duschgel, Haarshampoo, Zahnbürste und –pasta, Bürste, Schminksachen, Abschminksachen
  • ein altes Nachthemd oder T-Shirt (Dies könnte während der Geburt ziemlich schmutzig werden.)
  • bequeme Kleidung (Jogginghose, Stillshirt, Still-BH, Unterwäsche für Binden)
  • Brille/Kontaktlinsen und eine Aufbewahrungsbox dafür
  • Fotoapparat / Handy und Ladekabel
  • Haarband
  • eventuell Wechselkleidung oder Hygieneartikel für die Begleitung

 

Gut dabeizuhaben:

  • Bademantel
  • Hausschuhe
  • dicke Socken
  • Massageöl
  • Snacks und Getränke
  • Buch / Zeitschrift / Musik
  • Stillkissen
  • etwas Geld
  • Getränk zum Anstoßen (vielleint ein Picolo?)

 

In einer zweiten Tasche, die der Mann später ins Spital mitnehmen kann, könnten folgende Sachen enthalten sein:

  • Kleidung für das Baby zum Heimfahren
    • Body, Hose, T-Shirt, Strampler, Mütze, Söckchen, Weste,…
  • Windeln und Feuchttücher
  • Stoffwindel zum Stillen
  • eventuell Fläschchen usw., falls nicht gestillt wird/werden kann
  • Kleidung für mich
  • Stilleinlagen
  • Beutel für Schmutzwäsche
  • Decke für das Baby, falls es kalt ist
  • Maxi Cosi
  • Schnuller und Schnullerkette
  • Dokumente, um das Kind anzumelden (vorher erkundigen!)
    • Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, Meldezettel,…..
    • Falls man nicht verheiratet ist, muss man auch die Vaterschaft offiziell anerkennen

 

Nach der Geburt unseres Sohnes kann ich nur eines sagen: Das meiste davon brauchte ich nicht!

Da es schon während der Schwangerschaft zu Komplikationen kam, wurde unser Sohn am errechneten Termin eingeleitet. Im Spital war ich einen Tag, als plötzlich um 1 Uhr nachts die Fruchtblase platze. Nach 6 ½ Stunden Wehen kam unser Sohn auf die Welt. Die einzigen Sachen, die ich während den Wehen und der Geburt wirklich brauchte und nicht vermissen wollte, waren:

  • mein Mann
  • ein Haarband
  • ein altes T-Shirt
  • Hausschuhe
  • Handy (für das Foto danach)

 

Es kommt natürlich ganz auf die Wehenphase und die Entbindung an, ob und was man braucht. Ich hätte während der Geburt weder Musik hören, noch ein Buch oder eine Zeitschrift lesen wollen, obwohl ich eigentlich sehr gerne und viel lese. Duftöle oder eine Massage wären auch nichts für mich gewesen. Auch wollte ich weder etwas zu essen, noch zu trinken, jedoch musste ich immer wieder ein paar Schluck Wasser zu mir nehmen (Befehl meiner Hebamme). Einzig meinen Mann wollte ich neben mir haben und seine Hand halten.

Sollten die Wehen länger andauern, ist es bestimmt sinnvoll, wenn man eine Ablenkung in Form von Musik, Bücher usw. hat. Ich habe auch schon von anderen Müttern gehört, dass sie noch einen Kaffee oder eine Kleinigkeit zu essen haben wollten. Auch Traubenzucker soll gut sein, da er ein Energielieferant ist.

Ich denke, man kann nie zu viel einpacken. Wenn man es im Endeffekt doch nicht braucht, ist es auch nicht schlimm. Schlecht ist es nur, wenn man etwas bräuchte, das man dann doch nicht mitgenommen hat, weil man sich nicht sicher war.

eure

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