Rezension: Oneiros – tödlicher Fluch

Das Buch

Verlag: Knaur
Erscheinungsjahr: 2012
Seitenzahl: 624 Seiten
empfohlenes Alter: ab 16 Jahren
zu kaufen: Amazon

 

Der Autor

Markus Heitz wurde 1971 in Homburg geboren und studierte Germanistik und Geschichte. Auch arbeitete er als freier Journalist und schrieb währenddessen diverse Bücher. 2004 schaffte er mit „Die Zwerge“ seinen Durchbruch und verfasste seither mehr als 40 Bücher, jedes Jahr kommen ungefähr zwei Bücher dazu. Hauptsächlich schreibt er Bücher über Vampire und Werwölfe. Auch erhielt er in den letzten Jahren mehrmals den Deutschen Phantastik Preis.

 

Der erste Satz

„…wünschen wir Ihnen guten Appetit bei ihrem Frühstück.“

 

Inhalt

Konstantin Korff ist der beste Bestatter und Thantologe Europas. Er liebt seinen Job und führt ein angenehmes Leben auf seinem Hausboot namens Vanitas. Doch plötzlich ändert sich alles und seine Vergangenheit holt ihn ein.
In Paris raste ein Airbus ungebremst in ein Flugterminal. Über 800 Menschen starben, jedoch waren sie schon tot, bevor das Flugzeug in das Gebäude raste. Über die genaue Ursache tappen die Ermittler im Dunkeln, denn sie wissen nicht, dass es einen Überlebenden gibt. Konstantin hingegen weiß über ihn bescheid und spürt ihn auf.
In Minsk (Russland) führt eine skrupellose Wissenschaftlerin namens Kristin von Windau tödliche Experimente an Menschen durch. Die Regierung sieht jedoch weg, obwohl viele, die mit ihr gesehen werden, plötzlich spurlos verwinden.
Alles hängt zusammen. Alle drei Menschen haben ein großes Geheimnis, einen Fluch, der eine große Gefahr für ihre unmittelbare Umgebung bedeutet.

 

Meine Meinung

Eigentlich habe ich mir das Buch gekauft, ohne mir den Klappentext durchzulesen. Das originelle und düster wirkende Cover und die Totenköpfe bei jedem Kapitelanfang haben mich zum Kauf animiert und so musste ich es einfach lesen. Zum Glück wurde ich nicht enttäuscht.

Sprachlich ist das Buch recht gut, lediglich die kursiv geschriebenen Ausdrücke waren mir zu viel. Zum Beispiel schimpft der Italiener auf den ersten Seiten sehr viel und diese italienischen Wörter werden alle kursiv geschrieben.

Klischees kommen in dem Buch auch nicht zu kurz. So trägt der Orientale ein traditionelles Gewand und einen dichten schwarzen Bart und der Italiener natürlich sein goldenes Armkettchen. Im Flugzeug sitzt der Orientale mit einer Sauerstoffmaske, die jedoch die ganze Zeit abgedreht ist. Sein Sitznachbar, der Italiener,  bemerkt dies und denkt sofort an einen Terroristen. Warum? Nur weil er Orientale ist und eine Sauerstoffmaske trägt? Er fängt an sich zu beschweren und inszeniert regelrecht einen Aufstand wegen des Essens, bis eine Flugbegleiterin kommt, der er im Vertrauen seine Bedenken kundtut.

Die unterschiedlichen Handlungsorte – Deutschland, Paris, Russland, Mexiko – finde ich sehr spannend. Man findet sich einmal in Leipzig mit Konstantin auf seinem Hausboot wieder und dann ist man plötzlich im Forschungslabor bei Professor Smyrnikov und dem Patient 34.

Die Geschichte wird aus der Sicht eines Erzählers geschildert.
Konstantin Korff ist ein charmanter und sympathischer Mann, der anfangs recht schüchtern wirkt. Immer wieder  besucht er das Konzert von einer Cellistin, doch nie spricht er sie an. Er hadert immer wieder mit sich selbst. Erst später erfährt man, dass seine Zurückhaltung der Liebe seines Lebens gegenüber mit seinem Geheimnis zu tun hat, welches sie unter Umständen töten könnte.
Kristin von Windau ist eigentlich „die Böse“ und wird auch oft so dargestellt. Jedoch kann ich als Mutter ihre Taten in gewisser Maßen sogar verstehen. Sie führt diese Forschungen eigentlich vor allem wegen ihrem Sohn durch.
Und auch die anderen Charaktere werden sehr genau beschrieben, sodass man mit jedem von ihnen mitfühlen kann.

 

Fazit

Trotz einiger Mängel in der Geschichte und im Schreibstiel finde ich das Buch richtig interessant und faszinierend. Die Spannung baut sich ab der ersten Seite auf und wird bis zu letzten Seite gehalten. Es ist zwar ein Thriller, aber doch anders, als andere. Vor allem das große Geheimnis, von dem man im Laufe der Geschichte immer mehr erfährt, motiviert zum Weiterlesen.

 

Ich gebe dem Buch 4/5 Sterne.

eure

Falls euch dieser Beitrag gefallen hat, dann hinterlass uns doch bitte einen Kommentar oder ein „Gefällt mir“ auf unserer Facebookseite!


Rezension: Ein Käfig aus Rache und Blut

 

Rezension: Die Mondprinzessin

Bild: Wikipedia

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.