Rezension: Schafkopf

Das Buch:

Verlag: Knaur HC
Erscheinungsjahr: 2010
Seitenzahl: 448 Seiten
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
zu kaufen: Amazon oder Thalia

Der Autor

Andreas Föhr wurde 1958 geboren und lebt bei Wasserburg. Er arbeitete jahrelang bei der Rundfunkaufsicht als Anwalt. Seit 1991 schreibt er Krimi-Drehbücher. Gemeinsam mit Thomas Letocha verfasste er Texte für „SOKO 5113“, „Ein Fall für zwei“ und „Der Bulle von Tölz“. Für seinen Debütroman „Der Prinzessinnenmörder“ ist Andreas Föhr mit dem begehrten Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet worden. Mit „Schwarze Piste“ stand Föhr monatelang unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste. – Amazon

 

Der erste Satz

Die Nacht war warm.

 

Inhalt

Polizeiobermeister Kreuthner joggt frühmorgens auf den Riederstein, da er eine Wette verloren hat. Als er völlig außer Atem am Gipfel ankommt, trifft er dort den Kleinkriminellen Stanislaus Kummeder. Plötzlich wird diesem der Kopf weggeschossen. Kreuthner steht daneben und kann nichts tun. Kommissar Wallner und sein Team stoßen bei den Ermittlungen auf geheimnisvolle Geschehnisse, die vor zwei Jahren passiert sind. Damals ist die Freundin vom Kummeder spurlos verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Ein Anwalt gesteht Wallner, dass er den Fall aufklären kann. Doch noch bevor der Kommissar mit dem angeblichen Zeugen sprechen kann, wird dieser ermordet. Die Ermittlungen beginnen von vorne und lange Zeit wird keine Spur gefunden. Letztendlich wird doch noch alles gut und der Fall gelöst.

 

Meine Meinung

Anfangs war die Geschichte etwas verwirrend und ich brauchte ungefähr 100 Seiten, bis ich mich annähernd auskannte und die Protagonisten kennen gelernt hatte. Auch war das Buch stellenweise sehr langatmig, vor allem am Ende. Störend waren manche Dialoge im bayrischen Dialekt, da ich sie teilweise mehrmals lesen musste, um sie zu verstehen. Die Protagonisten wurden gut beschrieben und man konnte sich ein schönes Bild von ihnen und ihrem Leben machen.

Die Geschichte erzählt einen Kriminalfall. Aber es werden auch die privaten Hintergründe der Hauptdarsteller erläutert. Vor allem Wallners Großvater fand ich sehr witzig und einzigartig. Der Autor hat ihn sehr humorvoll und eigenständig erscheinen lassen.

Da ich mich in der Gegend, in der die Geschichte spielt, nicht auskenne, war es für mich manchmal schwierig der Erzählung zu folgen. Oft werden Orte, Landschaften und Wege beschrieben, bei denen ich mir schwer tat mir diese bildlich vorzustellen.

Schwierig waren auch die drei verschiedenen Erzählzeiten. Einerseits spielt die Geschichte in der Gegenwart, in der die beiden Morde aufgeklärt werden müssen. Andererseits werden auch immer wieder Ausschnitte von vor zwei Jahren gezeigt. Damals fand eine Partie Schafkopf (ein Kartenspiel) statt und die Freundin vom Kummeder, Kathi, verschwand daraufhin. Die dritte Erzählebene war die Vergangenheit kurz vor den Morden, als der Zimbeck aus dem Gefängnis entlassen wurde.
Der Autor mutet seinen Lesern sehr viel zu, da man sich erst zurechtfinden muss. Anfangs kann man zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart keine Verbindung herstellen. Erst nach und nach erkennt man die Zusammenhänge und versteht die Geschichte. Nach jedem Kapitel erkennt und erfährt man mehr und langsam löst sich der Fall.

Das große Finale wird nochmals sehr spannend, aber es endet alles gut.

 

Fazit

Die Geschichte ist nicht einfach nachzuvollziehen und man muss sich beim Lesen wirklich konzentrieren. Wer bayrische Kriminalfälle mag, ist mit diesem Buch gut versorgt. Nochmals würde ich es jedoch nicht lesen.

 

Ich gebe dem Buch 2/5 Sterne.

eure

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Bild: Knaur Verlag

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