Up up and away, oder nicht?!

Neue Blogserie!

Wir starten mit der ersten Geschichte unserer Gastautorin Monika. Mit viel Ironie, Sarkasmus und echtem Wiener Schmäh.

Monika ist Mutter des Kronprinzen, der Hackbraten hasst. Noch wohnt er zu Hause, aber das könnte sich bald ändern…


Prinz Hackbraten ist ja nun seit einigen Monaten Schwerverdiener und der Gedanke auszuziehen und „selbstständig“ zu werden wurde in seinem Kopf geboren.
Selbstverständlich nicht ohne zahlreichen (von ihm beschlossenen) Bedingungen. Eine davon ist in meiner Nähe zu bleiben, was mein Mutterherz selbstverständlich zum Schmelzen brachte… Solange bis er mir eröffnete, dass er schließlich eine „verlässliche Futterquelle“ bräuchte, sollte er bei ersten Versuchen der Selbstständigkeit scheitern. Weiters würde er meine mütterliche Unterstützung bei der Haushaltsführung brauchen, was charmant umschrieben bedeutet dass er mich auch weiterhin für niedrige Sklavenarbeiten einsetzen möchte. Selbstverständlich auf Abruf.

Einige Wohnungen wurden alleine von ihm besichtigt, eine nun kommt in Frage. Bei Kaffee und Kuchen befragte ich ihn gestern zu den Einzelheiten.

Wie groß genau sie sei?Keine Ahnung, aber sie ist schön.
Wie schauts mit Betriebskosten, Kündigungsfristen und Nebenkosten aus? Keine Ahnung, aber sie ist schön.
Ab wann ist sie verfügbar und renoviert? Keine Ahnung, aber sie ist schön.

Das war wieder einer dieser Momente, wo mir diverse Berichte aus den Medien in Erinnerung kamen, in denen Säuglinge in Kliniken vertauscht wurden.
Ich befahl ihm, einen weiteren Termin zu vereinbaren, bei dem ich auch zur Besichtigung kommen würde.

Heute um exakt 15 Uhr fand dieser statt, und ich bat ihn per WhatsApp um die genaue Adresse. Er konnte mir noch eine Hauptstraße ohne Hausnummer nennen, in der Nähe wäre eine Drogerie, dort würde er mich erwarten…Bevor sein Handy wegen seinem nicht vorhandenen Akku verstarb. Ich irrte also bei 150 km/h Orkanstärke und gefühlten minus 20 Grad auf dieser Hauptstraße herum, eine Drogerie suchend und kam wieder mal zu der Überzeugung, dass ich in meinem vorherigen Leben ein Serienmörder gewesen sein muss.

Nach der Besichtigung führte mich Prinz Hackbraten in die Pizzeria aus, wo er mir eifrig erklärte, dass er sich nicht sicher sei, wirklich schon ausziehen zu wollen. Schließlich wisse er ja nicht, was da jetzt wirklich auf ihn zukommen würde, ob das wirklich eine gute Idee sei……
Bei seinem Schluss-Plädoyer allerdings erstickte ich fast an einem Maiskorn: Er würde MIR nun bis exakt Montag acht Uhr Bedenkzeit geben um eine Entscheidung zu treffen. Man könne die Vermieterin schließlich auch nicht ewig auf Antwort warten lassen.

eure

 

Falls euch diese Geschichte gefallen hat, dann hinterlasst uns doch bitte einen Kommentar oder ein „Gefällt mir“ auf unserer  Facebookseite!


 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.